Eine Seite - Meine Seite - Elkes Seite

Blog EntryAcinonyx jubatusApr 29, '07 3:53 PM
for everyone

Vier Beine, Augen, Kopf und Schwanz..., ist das wirklich alles? Reicht das aus, um die unglaublich schöne und elegante Katze zu beschreiben?
 


Das ist der Gepard, wie er lebt, für mich die allerschönste Raubkatze. Leider gibt es nicht mehr viele dieser schönen und schnellen Tiere in freier Wildbahn.

Nach dieser Liebeserklärung einiges zu dieser Raubkatze selbst:

 

 

• Ordnung: Carnivora (Raubtiere)
    • Familie: Felidae (Katzen und Katzenartige)
    • Unter-Familie: Acinonychinae (Geparden)
    • Gattung: Acinonyx
    • Art: Acinonyx jubatus (Gepard)

Geparde haben ein mal helleres, mal dunkleres gelb-goldenes Fell - je nachdem, wo sie leben - mit der ihnen typischen, schwarzen Fleckenfellzeichnung, die Körperunterseite aber ist  auffallend hell bis weiß gefärbt.

Ebenso typisch sind die bernsteinfarbenen Augen und die "Tränenstreifen" im Gesicht des Geparden, die sich von den Augen, an der Nase entlang bis zu den Mundwinkeln entlang ziehen und dem Geparden den unverwechselbaren Ausdruck gibt.

 

 

 

Auch bei Geparden gibt es in der Fellzeichnung Ausnahmen, man kann Tiere mit einem außergewöhnlich dichten und großfleckigen, sogar streifenförmigen Fell sehen, das sind die Königsgeparden.


Die Elterntiere müssen dabei nicht unbedingt Königsgeparde sein und in einem Wurf beiderlei Fellzeichnungen auftreten.


Die Körperlänge eines Geparden schwankt zwischen  1m - 1,5m, er kann ein Gewicht von ca. 45 kg - 55 kg erreichen , Weibchen sind allerdings im Durchschnitt 50% leichter. Der Geparde hat eine Körperhöhe von 60cm - 80cm.
Wie alle Katzen, bewegen sich Geparden nur auf ihren Zehen durch die Wildnis. Die Hinterpfoten des Geparden besitzen nur vier Zehen, die "große" Zehe  ist verkümmert. An den Vorderpranken ist dieser jedoch noch rudimentär an der Tatzenhinterseite vorhanden. An allen Zehen des Geparden befinden sich gebogene Hornkrallen, die niemals ganz "eingezogen" werden können. Diese und die rauhen Fußballen ermöglichen dem Geparden ein Maximum an Grip während seiner Jagden.

Geparden haben sehr sensible Sinnesorgane, so übertrifft das Gehör selbst das eines Hundes, wobei die sehr beweglichen Ohren Frequenzen bis 60kHz wahrnehmen können und Bedeutung für das Orientierungshören und die Kommunikation haben.

Die Sehkraft der Geparden ist in etwa vergleichbar mit der des Menschen, die Nachtsehfähigkeit ist aber - wie bei allen Katzen - um das sechsfache besser.


Katzentypisch sind Geparden Einzelgänger, mit Ausnahme bei der Jungenaufzucht und der Paarung. Es kommt jedoch vor, dass sich Männchen zu kleinen Gruppen bis zu vier Tieren zusammenschließen, sogar Gruppen bis zu zehn Tieren oder gar familienähnliche Zusammenschlüsse wurden beobachtet. Dies bringt Vorteile bei der Jagd, beim Verteidigen von geschlagener Beute und dem Territorium. Wie alle Katzen, markieren Geparde ihre Reviergrenzen mit Urin und Kratzspuren in Bäumen.

Um die Paarungsbereitschaft der Weibchen festzustellen, öffnen die Gepardenmännchen leicht das Maul, ziehen die Oberlippe zurück und können am oberen Gaumen den Status des Weibchens wahrnehmen (mit Hilfe des Jacob"schen Organs). Die Gepardin wird dem Geparden aber deutlich zeigen, wenn es soweit ist, ebenso, wie sie ihm sagen wird, wenn es noch nicht so weit ist. Ab dem Moment, da die Gepardin die Paarung zulässt, kopulieren Geparden von nun an ca. alle 15 Minuten, ca. 40 - 50 mal am Tag, bis zu 5 Tage und Nächte hinweg.
Nach einer Tragdauer von ca. 100 Tagen bringt die Gepardin 1 - 3 Junge zur Welt, welche 3 Monate lang gesäugt werden.

Mit ca. 10 Wochen verlieren die Jungen ihre silber-graue Rückenmähne. Über die gesamte Dauer der Jungenaufzucht hinweg ist die Mutter bemüht, dem Nachwuchs die sehr speziellen Jagdtechniken beizubringen, da kaum ein Raubtier so sehr auf sein Jagdgeschick und dem Jagderfolg angewiesen ist, wie die Geparde, wodurch die Jungen vergleichsweise lange bei der Mutter bleiben.

Mit ca. 2,5 Jahren werden die Jungen geschlechtsreif.

Im Moment einer Gepardenjagd verstummen dann auch all jene, die dem Geparden hundeähnliche Merkmale andichten, denn dieser Anblick ist von Ästhetik und natürlicher Vollkommenheit geprägt,  die zu keiner Zeit den Vergleich zu einem Hund zulässt.

Geparde jagen in den frühen Morgenstunden, wenn andere Raubkatzen sich zur Ruhe legen. Dadurch vermeidet ein Gepard lästige Begegnungen mit nachtaktiven Löwen und Leoparden,  der Gepard ist ein Hetzjäger - letztendlich ist sein kompletter Körperbau darauf ausgelegt, extrem schnell zu laufen, wodurch ein Gepard nicht übermäßig viel Wert auf unentdecktes Heranschleichen legt. Zwar schleicht sich der Gepard bis auf 50m an seine Beute heran, ist aber ein Beutetier in möglicher Reichweite, explodiert der Gepard förmlich und startet die Jagd mit einer unglaublichen Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in knapp 4 Sekunden, in kürzester Zeit erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit von ca. 115 km/h.
Diese Geschwindigkeiten werden durch eine extrem flexible Wirbelsäule möglich, die dem Geparden erlaubt, riesige Schritte zu machen (10m - Sätze sind keine Seltenheit). Dabei kann der Gepard durch ein sehr flexibles Hüftgelenk sehr schnelle Richtungsänderungen vollführen, sein langer, am Ende abgeflachter Schwanz hilft, Balance zu halten.

Ist der Gepard nahe genug an der Beute, schlägt er ihr mit der Pranke die Hinterbeine weg , danach wird sofort der Kehlbiss angesetzt, trotz der relativ kleinen Eckzähne des Geparden. Für seine Jagdperfektion muss der Gepard allerdings einen hohen Preis zahlen, denn so schnell der Gepard ist, um so weniger muskulös ist er, was es ihm nicht möglich macht, seine Beute vor anderen Raubtieren zu schützen, erst recht dann nicht, wenn der Gepard auf seine Endgeschwindigkeit angewiesen ist und keinerlei Verletzungen kompensieren kann. Entsprechend oft verliert der Gepard seine Mahlzeit an andere. Das zweite Problem ist, dass der Gepard keinerlei Fettreserven besitzt und recht oft fressen muss. Sollte der Gepard aber seine Beute an andere verlieren, muss er erneut jagen. Zwar ist der Gepard mit einem statistischen Jagderfolg von 70% der erfolgreichste Einzeljäger, nur verbraucht er bei seiner rasanten Hetzjagd derart viel Energie, dass schon nach 4 missglückten Jagdversuchen der Hungertod eintreten kann, hinzu kommt, dass Geparden ihre Maximalgeschwindigkeit nur wenige hundert Meter beibehalten können, da während der Jagd die Körpertemperatur auf über 41°C ansteigt - ein sehr gefährlicher Umstand für den Geparden, da er schnell einem Hitzschlag erlegen kann und das, obwohl der Gepard riesige Lungen und Nasenöffnungen hat, um für ausreichend Sauerstoff zu sorgen.
Nach der Jagd ist der Gepard so erschöpft, dass er für 30 Minuten nicht fressen kann, was den Geparden wehrlos gegenüber anderen Raubtieren macht und sich somit alle Vorteile bei der Jagd im Nachhinein als Nachteil präsentieren. Aber das macht ihn so besonders.

Die Gepardensprache:

  • Die Gepardenmutter ruft ihre Jungen mit einem hohen "Miauen".
  • Das helle "Fiepen" der Gepardenbabys erinnert an Vogelgezwitscher.
  • Die hellen "Gurr-Laute" der Jungen zeugen von Neugierde, überlagert mit Angst.
  • "Schnurren" symbolisiert Wohlbehagen.
  • Das katzentypische "Fauchen" signalisiert aggressive Abwehr.

Diese und weitere Infos auf: http://www.geparden.org/

Zusammengefasst ist der Gepard mittels seines Körperbaus ein so erfolgreicher und eleganter Jäger:

 

1. leichter, schlanker und hochbeiniger Körper 

2. kleiner Kopf mit großen Nasenlöchern und Luftgängen
   
3. im Vergleich zu anderen Raubkatzen hat er ein riesiges Lunge und ein vergrößertes Herz, welches das Blut für den Sauerstofftransport schneller durch die Adern pumpt.
   
4. hundeähnliche Pfoten mit harten Sohlenballen
   
5. Spikes - das sind die Krallen, die der Gepard nicht vollständig einziehen kann, die ihm aber eine sagenhafte Bodenhaftung verleihen
   
6. ein kräftiger langer Schwanz
   
7. eine enorm biegsame Wirbelsäule, die die Wirkung einer Feder hat

Trotzdem sieht die Zukunft für das Fortbestehen der Geparde ziemlich schlecht aus. Wir sind kurz davor, das vielleicht vollkommenste Wesen auf der Erde zu verlieren, wir verlieren die das Sinnbild für die Schönheit. Wir verlieren das letzte bisschen Respekt vor dem Leben.

Heute zu den Geparden gelesen:

Gen- Shopping als Überlebensstrategie
Die Jungen einer Gepardin haben verschiedene  Väter - im Unterschied zu anderen Großkatzen, bei denen Treue groß geschrieben wird. Die Promiskuität erstaunt Forscher, könnte der gefährdeten Art aber das Überleben sichern.

Gepardin mit Nachwuchs:

Im Kot der Jungtiere fanden Forscher eindeutige Beweise dafür, dass die Raubkatzen häufig fremdgehen ....

 

Reservat Masai Mara:

Ein Gepard hält Ausschau nach Beute.
Der Bestand der schnellbeinigen Raubkatzen ist in Gefahr

 

 

 

 

 

 

 

 

Familienausflug:

Eine Gepardin spaziert durch die Savanne - gefolgt von ihren Jungen. Die chronische Untreue könnte ihr Überleben sichern, glauben Forscher.  

 

  

Mama als Klettergerüst:

Das Gen-Shopping der Weibchen könnte den Jungen auch aus einem anderen Grund das Überleben sichern:

 

Marodierende Geparden-Männchen, die sie auffressen wollen, tun dies womöglich nicht, weil es ihr eigener Nachwuchs sein könnte

 

 

Gepard bei der Jagd:

Das Verschwinden der angestammten Lebensräume und Wilderer bilden eine ständige Gefahr für die eleganten Raubtiere

 


Add a Comment
   
© 2008 Multiply, Inc.    About · Blog · Terms · Privacy · Corp Info · Contact Us · Help

Template design - Copyright © 2005 sonnenvogel.com All rights reserved.